Vallée de Mai hatte ich die letzten 3 noch verbleibenden Tage bis zu meinen Abflug sogar 2 mal einen Besuch abgestattet. Einmal, weil es mir so gut gefallen hatte und das andere mal, weil das regnerische Wetter endlich wieder aufgeklart hatte und ich ich im dortigen Souveniershop zudem auch noch ein paar schöne Mitbringsel kaufen wollte, was beim ersten mal nicht möglich war, weil für mehrere Stunden der Strom ausgefallen war und somit auch das Kartenlesegerät nicht funktioniert hatte. Bargeld hatte ich nicht genügend dabei.
Mit dem Taxi angekommen warteten schon einige Führer in Nähe des Parkplatzes die man für das Vallée de Mai buchen konnte. Was zwar keine Pflicht ist aber ich hatte mir diesen kleinen Luxus gegönnt (1000 SCR) zumal es mein erster Besuch war und man somit auch immer viele Informationen aus erster Hand erhält, die einem meist nicht bekannt sind. Und es hatte sich wirklich gelohnt.
Vom netten Führer erfuhr ich sehr viele interessante Details rund um Fauna und Flora und er zeigte mir Vögel, die mir im Dickicht der Baumwipfel selber nicht aufgefallen wären. Dank ihm kann ich nun sogar beim Blick auf den Stamm einer jungen Coco de Mer Palme erkennen, ob sich daraus Jahre später einmal eine männliche Palme oder eine weibliche Palme mit Nüssen entwickelt
Beim zweiten Anlauf nutzte ich den Bus, was einem auf seiner Route, mit den verschiedenen Haltestellen, auch mal eine etwas andere Perspektive bot. Zwar hatte er ca. 1 h Verspätung (den Busfahrplan hatte ich online gefunden), was aber gar nicht so ungewöhnlich sein soll, wie ich von verschiedenen Seiten hörte. Aber ich hatte ja Zeit und kam an der Haltestelle mit einer ziemlich netten älteren einheimischen Dame in Gespräch und wir unterhielten uns über Gott und die Welt.
Da ich mir nicht sicher war, ob das Busticket, welches ich in einem Supermarkt gekauft hatte, auch tatsächlich funktionieren würde wie gedacht (das System ist mir bis heute ein Rätsel

), wollte sie für mich im Bus die Fahrt mitbezahlen aber auf gar keinen Fall ein Geld dafür dann von mir nehmen. Sie glaube an Karma und wenn sie jemandem etwas Gutes tue, wenn er Hilfe braucht, würde sie es ein anderes mal zurück bekommen, wenn sie selber auch einmal Hilfe bräuchte. Das entsprach auch ganz meinem Denken. Letztendlich hatte das Busticket aber funktioniert und ich nehme an, dass das Karma allein schon für ihre angebotene Hilfe irgendwann auf sie zurückfallen wird
War der erste Busfahrer relativ relaxed unterwegs, zeigte sie der Busfahrer auf der Rückfahrt als ziemlich temperamentvoller Genosse und es schüttelte einen während der gesamten Fahrt regelrecht durch

Mit empfindlichem oder vollem Magen hätte es einem dabei durchaus flau werden können…
Ich glaube, bislang war ich an keinen schöner gelegenen Bushaltestellen zu- und ausgestiegen als an denen "im" Vallée de Mai.
Und beim heutigen Sonnenschein strahlte das Grün gleich noch viel mehr in allen Schattierungen.
Nach einem Parkbesuch, dieses mal auf eigene Faust, gab es noch einen leckeren Eistee im Cafe und dem Shoppingerlebnis stand heute nichts im Weg. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Souveniershops, gab es hier auch viel Geschmackvolles zu kaufen, wie ich fand.
Entlang des Weges zur Bushaltestelle zurück Richtung Cote d'Or gab es auch viele Farne zu sehen und bei der Bushaltestelle selber startete direkt der Glacis Noire Nature Trail.
