Gattung pelusios

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foto-k10
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Gattung pelusios

Beitrag von foto-k10 »

Die Tiefen des Internets fördern eine Untersuchung über Süßwasserschildkröten auf den Seychellen zutage:
https://www.researchgate.net/profile/Ju ... lusios.pdf

Auf dem Gelände des Lemuria hatte man die Marschlandschaft zum großen Teil trockengelegt.
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Suse
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Re: Gattung pelusios

Beitrag von Suse »

Das ist eine Arbeit von Justin Gerlach, noch aus der Zeit, bevor man seinen Vater von Silhouette vertrieben hat.

Die Forschungen über die Pelomedusenschildkröten sowie den Erhalt des Habitats sind vor allem der MCSS zuzuschreiben, die bis vorletztes Jahr im Banyan Tree ansässig war.

Die Pelomedusenarten auf den Seychellen (es gibt zwei) sind bis heute stark gefährdet, auf La Digue hat die teilweise Renaturierung des Mare Soupap allerdings dazu geführt, daß die Bestände sich erholt haben, die Tiere galten auf La Digue als ausgestorben.

Dazu gibt's viele Links im Schildkrötenthread hier .
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foto-k10
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Re: Gattung pelusios

Beitrag von foto-k10 »

Der Artikel von Justin Gerlach wurde bisher aber nicht erwähnt?

Mir ging es um die Drainage der Marschlandschaft auf dem Gelände des Lemuria. Abbildung 6a/6b zeigt, dass zwischen 1996 und 2004 der Bereich (teilweise) trockengelegt wurde. Die Aussage
After rehabilitating and expanding the wetlands in 1999
vom Lemuria kann so nicht stimmen.

Auch
These swamps used to be covered with casuarina trees and coconut but these caused a lot of runoff during the rainy season which in turn affected our coral reefs
klingt merkwürdig. Sumpfgebiete hat es immer gegeben und das überflüssige Wasser floß immer schon ins Meer. Ausgerechnet diese natürlichen Vorgänge sollen die Korallen negativ beeinflussen anstelle des Einfluss der Menschen?

Diese Aussage
“We have a lot of Germans and Swiss nationals, and they are very environmentally-conscious, so it is important to keep our environment as natural as possible,” says Adrian Alison, the landscape manager of Constance Lemuria Resort.
dürfte stimmen. Umweltengagement kann für ein Hotel ein Pluspunkt für die Buchungen sein.
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Suse
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Re: Gattung pelusios

Beitrag von Suse »

foto-k10 hat geschrieben: 16 Feb 2021 19:04
Auch
These swamps used to be covered with casuarina trees and coconut but these caused a lot of runoff during the rainy season which in turn affected our coral reefs
klingt merkwürdig. Sumpfgebiete hat es immer gegeben und das überflüssige Wasser floß immer schon ins Meer. Ausgerechnet diese natürlichen Vorgänge sollen die Korallen negativ beeinflussen anstelle des Einfluss der Menschen?

Kasuarinen und Kokospalmen sind keine auf den Seychellen natürlich vorkommenden Baumarten, möglicherweise sind die Korallen vor den Küsten der Seychellen daher an die im Wasser gelösten Gerbstoffe dieser Pflanzen nicht angepaßt.

Das Ökokonzept der Hotels ist doch nur ein Feigenblatt. Auf der einen Seite schütten sie das Brackwassergebiet großflächig zu, und ein Alibirest, der dann touristisch verwurstet wird, bleibt erhalten. Anders, wenn man mal von North und Frégate absieht, wo die Verhältnisse ja ganz anders sind, hat es nur das Banyan Tree gemacht, die haben so gut wie gar nicht in den Sumpf gebaut.

Beim Anse la Mouche-Projekt ist laut der damaligen Aussagen von Nirmal Shah nach der ersten EIA-Sitzung sogar ein merkwürdiges Schleusen-System geplant gewesen, einer der Gründe, weshalb das Projekt so in der Form, eigentlich ja überhaupt, abgelehnt gehört hätte.
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foto-k10
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Re: Gattung pelusios

Beitrag von foto-k10 »

Der pH-Wert von Meerwasser liegt bei ca. 8, also leicht alkalisch. Gerbstoffe aus Blättern führen (bei einem Teich usw.) zu weichem Wasser, das leicht sauer ist. Vermute pH-Wert um die 6. Das ist bei endemischen Schraubenbäumen wie beim Sumpfbereich des Mare aux Cochons auch so, die typisch braune Wasserfarbe ist deutlich zu erkennen.

Regenwasser sollte pH-neutral sein, ist heutzutage aber auch sauer. Definitiv nicht ideal, wenn so eine Mischung mit gerbstoffhaltigem Wasser aus einem Sumpfbereich ins Meer gespült wird. Aber das war die letzten Jahrtausende so und hat die Saumriffe nicht nachhaltig geschädigt. Daher ist die Argumentation des Lemuria befremdlich.
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