Sainte Anne Beachcomber Room 530

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Deusmagnus
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Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Deusmagnus » 28 Jan 2017 23:43

Wie bereits angekündigt hier mein Reisebericht für das Saint Anne Beachcomberhotel.

Gebucht wurden 2 Wochen Halbpension mit einer Poolvilla, kosten für den Spaß komplett 9600.- Euronen.

Als alter Maledivenfan wollten wir trotzdem mal was anderes sehen, und natürlich war mir klar, dass ich beim Schnorcheln nicht das bekommen werde, was ich von den Malediven kenne. Alternativ konnte man ja die Natur genießen bei Wanderungen. Was mich allerdings die 2 Wochen auf diesen Resort erwartet, war ne absolute Frechheit in Anbetracht des Preises und der Beschreibung des Hotels, welches als Luxusresort für Honeymooner und Pärchen beschrieben wird.

Kurz zusammengefasst in Stichworten: Dreckig, Inkompetent, am Auseinanderfallen, Planlos, Sauessen, Ballermannfeeling, Billigfusel auf Teuer, Baustelle, pure Verarschung.

Jeder der dieses Hotel vor hat zu besuchen soll sich diesen Bericht durchlesen, manches sind Kleinigkeiten manches mehr, in der Summe der Vorfälle ne Verarschung. Ich rate jedem entweder was anderes zu nehmen oder wenn schon gebucht dann umbuchen. Ich kann auch nicht verstehen wer diese Hotel derzeit positiv bewertet, der kann keine Ahnung haben wie viel man arbeiten muss um 10000 Euro für einen Urlaub zu verdienen oder die Bewertung ist gefaket.

Flug mit der Emirates leider mit Verspätung. Bei der Ankunft am Flughafen, leider ca. 3 Stunden später wurden wir gleich empfangen und ziemlich schnell schon Richtung Auto gedrängt, es eilt hieß es. Nach einer kurzen Autofahrt zum Saint Anne Jetty mussten wir dann dort erst recht 45 Minuten aufs Boot warten. Für was dann die Eile war verstand ich nicht egal. Eine Erklärung weshalb wir jetzt auf das Boot warten mussten bekamen wir nicht, erst auf Nachfrage hieß es das Boot hat einen Defekt und kommt später, eine Erfrischung oder ähnliches gab es nicht dafür konnte man zwischendurch immer einen Geruch aus der Jettytoilette nehmen. Es roch rund um den Jetty nach Fekalien, egal dort bin ich ja nicht lange, aber anscheinend gehörte das zum Aklimatisieren dazu, denn wir werden später noch feststellen, dass Geruch eines der AI-Goodies auf der Insel ist.

Angekommen am Hotel gabs ne kleine Einweisung, das meiste was uns die Empfangsdame erklärte wird sich später als falsch rausstellen, die Frau hatte keine Ahnung von was sie sprach.

Die Zimmer: 1 großes Schlafzimmer mit ein paar Möbel drin, wirkt als ob ein Flohmarktverkäufer das eingerichtet hat, ist wahrscheinlich landesüblicher Stil, Luxus schaut aber für mich anders aus. Im Naßraum ist der Schrankraum untergebracht, wieso auch immer.
Der Geruch am Zimmer durchwegs durchwachsen bis grauslich. Vom Klo raus riechts nach Kanal, im Bad generell sehr modrig, eine rauhe Stelle im Schrankraumbereich deutet auch auf einen ehemaligen Wasserschaden hin der mit Lackfarbe übermalt wurde. Generell vermisse ich den üblichen Südsee-Geruch den ich aus den Malediven kenne wo mit Düften und Blumen gearbeitet wird, hier nichts davon.

Der Pool auf der Villa wirkt nett, Wasser ist halt am ersten Tag sehr trübe, später stellen wir fest, zwei der Poolrandfliesen sind lose, da kann man sich schon ordentlich verletzten, die Poolpumpe recht laut, hört man auch in der Nacht, aber keine Angst der Kühlschrank im Zimmer der Minibar übertönt das Geräusch eh ;-) nach drei Tagen kommt dann noch ein gleichmäßiges Klackern bei der Poolpumpe dazu. Das wird noch Folgen haben.

Wir gehen mal zum Abendessen. Vorweg ich mach hier keine jeden Tag Beschreibung sondern fasse Zug um Zug alles zusammen, hier mal das Essen.

Das Essen ist langweilig, es gibt ne Pastastation, allerdings wechseln dort die Köche ständig und von Pasta machen haben diese wenig Ahnung. Wer bei einer Carbonara den Eidotter noch vor der Soße als halbe Eierspeise raus brät gehört nicht in ein 5 1/2 Sterne Hotel. Generell ist das Essen ein Witz, die Auswahl mäßig und oft ist es kalt. Selten, dass mal ein richtiges Highlight dabei ist, immer nur einen Fisch wo frisch rausbraten, und einen Hähnchenspieß reicht in dieser Preisklasse nicht. Chickennuggets vom Metro im Buffet anbieten ist unter aller sau dafür brauch ich kein 10000 Eurohotel. Die Cups wo das Essen drin war, waren dicht, das Kondenswasser konnte nicht raus und somit waren viele Sachen nach kurzer Zeit gleich labbrig. Immer wieder wurden einfach Dinge vergessen, Mayo, Ketchup oder die Schokosauce bei den Crêpes.
Nutella sucht man vergeblich am Morgen, immer nur drei Salatgemüse beim Frühstück immer dabei Karottenstreifen. Joghurt aus dem Becher am Morgen furchtbar, da kann ich gleich zum Supermarkt gehen. Das Obst ohne Geschmack einfach fade. Immer die selben drei Käsesorten, Toastbrot ist kein Toastbrot. Die Omelettes ebenfalls durchwachsen, teilweise werden neue Kräfte vor den Gästen eingeschult, die Omelettes sind dann außen trocken und innen roh.
Den Kaffee kann man nicht trinken.
Alles in allem furchtbar, gerade das Essen gehen ist eines der Dinge auf die wir uns immer wieder freuen wenn wir auf Urlaub fahren, und dann sowas. Als ich mir dann einmal zu Mittag ne Pizza bestellt habe die ich extra zahlen muss war der Teig roh.
Einmal wurde das Hauptrestaurant wegen zu wenig Gästen im Resort für 2 Tage geschlossen und man musste ins Alla Carte Restaurant wechseln. Das Essen und die Auswahl sind schlecht. Ich bin zwar bei der Auswahl sehr Heikel da ich auch keinen Fisch esse, den Part übernimmt aber die Freundin und beide Abende waren ne Frechheit und auch der Knackpunkt für uns wo der erste richtige Ärger von meiner Seite aufkam.

Nach unserem ersten Frühstück, da war die Stimmung trotz trüben Wetters noch Top, wanderten wir über den Holzsteg zu unserem Zimmer über den Strand. Dort kam man mal bei Tonnen von Seegras und Mist vorbei der dort rumlag. Das stank furchtbar. Generell ist diese Insel sehr verdreckt hier mal ein Abriss:
Seegras wurde nirgends weggeräumt nur am Südstrand, an manchen Stellen war das so Massiv, dass der Geruch furchtbar war. Dazu überall angeschwemmter Unrat aber nicht nur direkt bei der Gezeitenlinie sondern weiter hinten im Wald auch. Generell liegt überall Massiv der Dreck, riesige kaputte Schläuche direkt beim Strand, Mist wo man hin schaut, beim Spaziergang zum Nordoststrand durch den Dschungel links und rechts am Weg im Wald dauernd Müll. Die Mülleimer innerhalb des Resorts füllten sich ständig mit Müll und wurden nie geleert. Vor unserem Zimmer leerte anscheinend mal wer einen Aschenbecher aus, dieser Mist lag vier tage direkt neben unserem Ausgang in der Wiese obwohl dort jeden Tag der Zimmerservice vorbeigehen musste. Hier kommt nie das Gefühl einer romantischen Robinson Insel auf.

Positiv erwähnen kann man den Fitnessraum, der zuständige Mann dafür, Ben war ein netter Kerl mit dem ich mich im Resort sehr gut verstand.
Von Tennis so wie vom Hotel beschrieben fehlt alles. Der Platz hat Mängel wie große Löcher im Belag wo man sich verletzten kann. Das Angebotene Tennistraining gibt es nicht. Die Schläger sind teilweise gebrochen die man sich ausleihen kann und man muss sich Bälle mitnehmen, die die sie haben sind kaputt und angeblich kosten 3 Bälle 30 Euro.

Nachdem dann Anfangs das Wetter auch nicht wirklich mitspielte, suchte ich mal die Strandbar auf von der mir anfangs bei der Einweisung die junge Dame berichtet hat. Ein kurzer Gang vorbei an einer kleinen Holzbaracke und schon war ich da.... achso nein da war nichts, keine Bar, wieder zurück zur Holzbaracke, ein kleiner Verschlag der als Toilette dienen könnte.... aha da waren ein paar Küchenregale drin, und das wars, von Barkeeper keine spur. Ich Nehms gleich vorne vorweg, das war die Bar, diese hatte aber nie offen. Es gab noch einen zweiten solchen Holzverschlag am Südstrand, die Getränke waren dort warm sogar das Bier die Auswahl bescheiden bis sch....
Generell kann man zu den Getränke sagen ich hab noch nie so eine Sauerei erlebt.
Cocktails werden hier mit Industrieflüssigzucker und Industriegeschmackssäften gemacht. Unglaublich, als man mir mal einen Caipirinha gemacht hat, wurde statt brauner Zucker der Flüssigzucker verwendet statt Limetten Zitronen und statt dem Limettensaft der Industriezitronensaft. Preis 13-14 Euro.
Biere gab es vier zur Auswahl: Screwbeer, Eku, Phönix (Dose) und Heiniken (Dose) das Heiniken kostete zum Schluss für die 0,3 L Dose 14,5 Euro die Dose Phönixbier 10 Euro die anderen fast gleich, die Preise wurden 2 Tage bevor wir gingen angehoben ohne ein Wort uns gegenüber zu verlieren.
Die Minibar am Zimmer war keine Alternative dafür das es keine Bar gab den dort bekam man dann 2 Bier, Rest nur Limos. Man bekommt hier keine Lust sich gemütlich am Abend auf ein paar Cocktails hinzusetzen. Nicht nur, dass die Preise vollkommen übertrieben sind bekommt man dafür nur Mist und keine Qualität die man sich in der Hotelkategorie erwarten sollte.
Übrigens die Softrinks und das Bier wurde im Hauptrestaurant bis zum vorletzten Tag in Plastikbechern ausgeschenkt. Soviel zu Luxus. Und sich ein Heinikenbier um 14,5 Euro zu gönnen ist kein Luxus sondern pure Dummheit. Ich hab in meinen Maledivenurlauben gerne mal 12 Dollar für ein Weizenbier oder 7,5$ für ein Corona gezahlt, aber das hier ist ne Frechheit.

Am Tag fünf kam dann eine größere Reisegruppe an von einer Finanzberaterfirma. Zu dem Zeitpunkt war dann auch jede Ruhe dahin und das Inselklima passte sich an die Qualität der Getränke an den Rest der Insel an.
Das ging soweit, dass sich größere Gruppen der Firma bei dem einzig schönen Strand trafen wo die einzige Latrine, sorry Beachbar offen hatte und sich dort niederbecherten. Immer wenn neue Gruppen aus diversen Ausflügen ankamen wurde fest geklatscht und geschrien.
Eine kurze Situationsbeschreibung was einem da erwartet hat:
Wir bekamen Durst und ich ging zur Bar um zwei Softdrinks zu holen. Bei der Bar versammelt der Ballermannclub gerade am Ordern von 3 Pina Coladas. Der einzige Kellner in der Bar, für mehr wäre auch nicht Platz gewesen, schwer überfordert. Weiß nicht wo er anfangen soll. Die einzige Spüle voll mit den 10 Plastikbechern für die er ausgestattet ist, keine Chance die zu reinigen. Mich schaut er an, will mir zwei warme Softdrinks geben ich sage mit Eis. Er kramt in den versifften Metallkredenzen nach Bechern und findet zwei. füllt sie mit Eis, dann sieht er... Becher saudreckig von Getier. Eis weg, kurz drüber spülen, Eis rein. In dem Moment denk ich mir nur mehr.... Drecksladen.

Die Gruppe wird lauter neue Teile kommen dazu.... wir flüchten aufs Zimmer. (es war der Erste sonnige Tag der für uns am Strand um 13 Uhr endete) Nicht falsch verstehen, bekomme ich von meiner Firma einen Bonusurlaub bezahlt auf die Seychellen mach ich auch Party, aber hier zeigt sich wie scheißegal die Gäste, für welche die Insel angeblich konzepiert ist dem Management sind. Sich eine Firma einzuladen obwohl man wusste, das zu dieser Zeit auch Pärchen hier sein werden, nur um für 3 Tage mehr Zimmer voll zu haben ist wie die Faust ins Gesicht und bis zum Schluss zeigt sich aufgrund der Haltung der beiden Assistmentmanager für mich, dass die nur schwarze Zahlen machen wollen ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Ahnung davon wie kurzfristig dieses Denken ist.
Egal ob Nachmittags dann bei der Lobbybar bei einem Snack oder bei der Überfahrt zu Mahe zum Einkaufen, man traf auf die Reisegruppe dauernd. Ständiges laute Geschrei und Gelächter, selbst der Schiffskapitän war angesäuert durch den Lärm.

Retour am Zimmer war der Zimmerservice um 13 Uhr noch nicht da, der kam dann ca. nach Reklamation um 16 Uhr. Auf den Malediven wurde das Zimmer am Weg zum Frühstück in nur 45 Minuten immer Top gereinigt, hier schaffte man es kaum. Obwohl anscheinend gerade vor unserem Zimmer der Treffpunkt für die Serviceleute war die man schon laut redend um 730 Uhr hören konnte. Hinzu kommt, dass die Abstellkammer für Schmutzwäsche und mehr auch an unserem Zimmer angebaut war, die Tür wurde oft laut zugeknallt auch morgens wenn man noch schlief.
Der Zimmerservice schaffte es gerade dreimal am Morgen in unser Zimmer wenn wir am STrand waren, sonst kam er immer wenn wir bereits den Pool und die Abgeschiedenheit unserer Villa benutzen wollten. Saubermachen Fehlanzeige. Oft standen schmutzige Gläser nachher immer noch rum, oder es lagen zig tote Insekten am Boden in den Ecken was übersehen wurde, Blutflecken auf der Außenlounge die von Anfang an da waren machte man erst nach Reklamation weg. Gegen Ende des Urlaubes wurde dann das zweite Weinglas das wir hatten statt gereinigt einfach entwendet, und das Weinglas welches kaputt war, wurde am Zimmer belassen.

Am Tag sechs durften wir wieder im Hauptrestaurant essen. Wetter war auch trocken man konnte auch draußen sitzen, zur musikalischen Begleitung gab es Musik alla Terra Asdag in Form von groben Baulärm, da Bauarbeiten beim Hauptpool gemacht wurden, und diese wurden immer dann gemacht wenn es mal nicht regnete und wenn es Abend wurde da es den Bauarbeitern sonst zu heiß wurde, diese Arbeiten gingen rund 1 Woche, eine schöne blaue Abdeckplane versüßte uns den Ausblick aufs Meer.
Nachdem wir mittlerweile 3 Tage schon mit unserem Reisebüro korrespondierten Riss mir der Geduldsfaden und ich ließ am Tag 7 den zuständigen Ansprechpartner ins Hotel kommen.
Der nahm mit uns mal viele Dinge auf und auch da konnte man nur einen Abriss der Mängel festhalten. Nachdem zumindest das Wetter jetzt halbwegs ok war, aber der Blick auf Mahe zeigte, dass dort die Gefahr von Schlechtwetter größer war als bei uns kam eine Umsiedelung für uns nicht in frage, den außer, dass wir einen Tag zusätzlich verloren hätten, haben wir befürchten müssen um die Sonne auch noch umzufallen und schließlich sollte das ein gemütlicher Badeurlaub sein.
Einer der Manager kam dann nachher zu mir bezgl. der Beschwerden aber außer Ausreden kam von denen nichts, keine Entschuldigung oder der Ansatz eines Entgegenkommens das zumindest guten Willen zeigt. Wie wir auch erfahren haben gibt es bei verschiedenen Reiseansprechpartnern vermehrt Beschwerden über das Hotel die allesamt ähnlich lauten.
Der Manager meinte er sieht sich die lockeren Fließen am Pool persönlich an, ob das, dass wichtigste wäre in der Bruchbude, und kümmere sich persönlich drum.
Tag 8. Beim Aufstehen fällt mir auf der Pool ist zu Hälft leer. In der Annahme, das gehört zum "persönlich drum kümmern" vom Manager dazu ignoriere ich es. Um 9 Uhr, oh supi endlich mal ist der Roomservice da und wir flüchten auf den Strand. Gegen halb zwei retour merke ich der Pool ist immer noch halb leer die Fliesen immer noch lose. Mir kommt langsam, dass das Poolwasser nicht absichtlich abgelassen wurden, es stellt sich nur die Frage weshalb der Roomservice das nicht bereits gecheckt und gemeldet hat. Ich rufe die Rezeption es kommen ein paar Arbeiter. Nach langem hin und her kommt man drauf die Poolpumpe ist undicht. Ok jetzt wird auch klar woher das Klackern kommt und langsam wird mir auch klar, dass hier keiner den Pool und das Zubehör checkt auch nicht den PH-Wert und Chlorwert den dann wäre dem aufgefallen, dass die Pumpe streikt. Mir reichts wieder mal ich verlange den Manager Sergej, der ist nicht da es kommt der Angelo. ab jetzt nur mehr beide gut bezahlte Animateure in meinen Augen, anscheinend direkt aus einem Magic Life Club direkt aus dem Kiddyclub hier her angeheuert.
der Animateur kommt und nach Rücksprache sagt er in einer Stunde ist der Pool fertig, eine Erklärung weshalb nicht mal der Zimmerservice ne Meldung schiebt wegen dem defekten Pool gibt er mir nicht, verweist mich auf die eine Stunde und ein kurzes, sie können ja in irgendeine andere Villa gehen sich am Pool legen die Frei ist. Wir verzichten da wir eigentlich auf unserem Zimmer einfach unsere Ruhe haben wollen und gehen spazieren. Später als wir zurückkommen merke ich, es ist endlich Chlor im Pool, allerdings soviel, dass ich befürchten muss meine Sonnenbräune zu verlieren.

Abgesehen davon, dass das ganze Hotel generell auseinanderfällt und immer irgendwo ein neuer Schaden entdeckt wird geht es den ganzen Urlaub so weiter. In der zweiten Woche hat man dann noch angefangen am Südstrand bei einem Abschnitt im Dschungel mit Baumaschinen abzuholzen, den Lärm konnte man dann auch ständig genießen.
Für das Abschlussabendessen da unser Flug recht spät ging konnten wir noch 100 Euro zahlen, das Essen war auch dieses mal unter aller Sau.
Wenn man sich z. B. Beim Ausflug nach Mahe ein Taxi nach Victoria über das Hotel reserviert zahlt man 300 Rupien für hin und retour, macht man es selbst zahlt man 100 Rupien pro fahrt, auch da ist das Hotel keine Unterstützung sondern hilft den Gast abzuzocken.

Es gibt sicher noch einen Haufen Dinge die ich anführen kann aber irgendwann muss ich meine Zeit auch wieder für sinnvolleres nutzen. Alles in allem kann man sagen, in Anbetracht, dass es sich um ein 5 1/2 Sterne Luxusresort handelt das knapp 10000 Euro kostet ist der ganze Verein einfach nur eine schlimme Abzocke.

Abschließend an dich "Destiny" welche ja explizit über dieses Hotel Infos wollte, ich rate dir Buche um, das Hotel wird im Oktober renoviert, die werden vorher nicht viel machen was die Mängel beseitigt die es gibt, die Bude kostet viel Geld und ist es nicht wert, fahr auf ein anderes Hotel oder wieder auf die Malediven. Abgesehen von der Kritik zum Hotel ist es zu deinem bisherigen Reiseziel ebenfalls ein grober Unterschied.
Was hier an Mücken unterwegs ist, ist dermaßen nervend da hilft auch kein Spray, entspanntes sitzen unter deiner Lounge kaum möglich.

Und jetzt bereite ich mal alles in Ruhe vor für meine Klage da ich mir hier sicher den Großteil meines Geldes retour hole.

PS: Das Highlight aus positiver Sicht war der Rückflug mit dem A380 Airbus.

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mr.minolta
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von mr.minolta » 29 Jan 2017 03:15

Deusmagnus hat geschrieben:Bier...warm...in Plastikbechern...saudreckig von Getier...14,5 Euro .
Was Ihr da erlebt habt, ist im allerwahrsten Sinne des Wortes unfaßbar.

Wäre Deine Mängelliste bloß halb so lang, sollte das schon reichen, um von beispielloser Abzocke zu reden. Du sprachst vom "Reisebüro". Hast Du also über einen Veranstalter gebucht? Dann ist eine Klage vielleicht gar nicht erforderlich, wenn er am Ende doch noch haftungsrechtliche Verpflichtungen einräumen sollte. Oder ist das Wunschdenken meinerseits? Ich nehme an, daß Du reichlich Fotos gemacht hast, um diese skandalösen Umstände belegen zu können und hoffe, daß Dir die Ablehnung des Ersatzhotels, wenn ich Dich hier richtig verstanden haben sollte, nicht zum Verhängnis wird. Darin sehe ich ein Problem.

Wie auch immer, ich wünsche Dir viel Erfolg beim weiteren Vorgehen! Und halt uns auf dem laufenden, wenn Du magst. Es wäre doch interessant zu wissen, wie das ausgeht.

Viel Glück!
Man sieht es und man glaubt es kaum:

Seychellen?

Aus der Traum.

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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Deusmagnus » 29 Jan 2017 10:37

Ich werde es in erster Linie eh über den Veranstalter spielen aber einen rechtsschutz hab ich auch und der Anwalt ist ein Kumpel da lass ich mir mal anhand meiner Bilder und der Mängelbestätigung von ihm ausrechnen was ich bekommen muss. Dann werd ich mir mal ansehen wie das Angebot aussieht. Wird schon werden.

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Suse
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Suse » 29 Jan 2017 11:34

Ich hoffe, Du nimmst mir das jetzt nicht übel, daß ich ein paarmal laut lachen mußte bei Deinen Ausführungen. Solche Situationen enthalten ja auch irgendwie immer etwas Komisches, wobei das mit so einem Preis natürlich teuer erkauft ist! Ich würde mich ebenso wehren wie Ihr und wünsche Euch viel Erfolg. Ich habe mich bei den positiven Bewertungen auch gefragt, ob die Leute, die diese Bewertungen verfaßt haben, möglicherweise einfach so von dem Umstand geblendet waren, auf den Trauminseln Seychellen zu sein, daß sie die Mißstände einfach als zu vernachlässigend betrachtet haben. Oder aber es sind schlicht Fakes, wer weiß.

Meine Frage in dem anderen Thread bezüglich der Fischabfälle am Strand ist möglicherweise untergegangen. Unter all dem Dreck an den Stränden, den Du ja schon geschildert hast, habt Ihr auch konkret so etwas gesehen? Mich interessiert das eher aus anderen Gründen, als daß ich jemals vorgehabt hätte, in dem Beachcomber zu wohnen. Mir geht es eher um die Schnorchelausflüge in den Saint Anne Marine Park. Ich würde gern wenigstens einmal eine geführte Schnorcheltour auf den Seychellen mitmachen, mit anschließendem Besuch von Moyenne z.B., und so etwas findet ja täglich zwischen diesen Inseln statt. 2014 sind die Reparaturarbeiten im Hafenbecken von Port Victoria gestoppt worden, weil aufgrund der Praxis, die Abfälle der Thunfischtrawler direkt vor Mahé zu entsorgen, eine besorgniserregende Population von Bullenhaien herangewachsen war. Mich treibt seither die Frage um, wenn 2011 solche Vorfälle wie an der Lazio passiert sind (wer es nicht weiß: 2 Haiangriffe mit Todesfolge), wieso hier noch nicht? So positiv das natürlich ist, so seltsam ist es auch. Denn ein Bullenhai benötigt wohl wie lange, um die Strecke von Port Victoria bis zu einem der Schnorchelspots im Saint Anne Marine Park zurückzulegen? Einige Minuten? Wenn sie im Hafen aus Sicherheitsgründen die Profi-Taucher nicht mehr ins Wasser lassen, wieso wird dann niemals eine potentielle Gefahr für die zahlreichen Schnorchler im Marine Park erwähnt. Begreife ich gar nicht.

Mich wundert sehr, daß das hier noch nie Thema war. Ich würde keinen Fuß auf ein Schnorchelausflugsboot setzen, wenn ich vorher am Strand angespülte Fischabfälle gesehen hätte. Da mag der aktuelle Stand der Wissenschaft dreimal aussagen, daß laut neuesten Erkenntnissen Haie ja angeblich nicht durch Menschenblut oder menschliche Schwimmbewegungen angelockt würden, aber hier geht es ja um Fischabfälle, und die gehören ja wohl definitiv in das Beuteschema.

Letztlich bin ich froh, daß ich durch den Thread im Allgemeinen Board auf dieses Thema aufmerksam geworden bin, so eklig das nun auch für Euch als Reisende ist, mit solchen Verhältnissen konfrontiert worden zu sein. 2014 hieß es, diese Praxis des über Bord-Werfens der Fischabfälle solle zukünftig unterbunden werden und ich wüßte gern, ob das stimmt. Ich werde die Tauchbasis meiner Wahl ganz sicher auf das Thema ansprechen.

Euch viel Erfolg für Eure Verhandlungen mit dem Veranstalter. War es das jetzt für Euch mit den Seychellen, nach dieser Erfahrung, oder bekommen die Inseln noch eine Chance? :wink:
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Deusmagnus
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Deusmagnus » 29 Jan 2017 13:43

also fischabfälle selbst haben wir nicht gesehen, allerdings war teilweise so viel Seegras dort, das ist es schwer zu sagen was drunter liegt vor allem weils ja so stinkt dort. und die Fischereiflotte bekommt man mit, eines abends in der Lobby hat es dermaßen angefangen zu stinken als ob man die innereien direkt vor die Lobby gelegt hätte, war echt schlimm.

übrigens ausflug moyenne haben wir auch gemacht. festes Schuhwerk mitnehmen. uns wurde nichts gesagt meine Freundin hatte die Flipflops mit ich die Badeschuhe, aber dort muss man teilweise steile pfade gehen für ältere Personen ungeeignet. wir wurden einfach bei der Insel ausgesetzt mit dem Hinweis "you wanna see turtles go up there" und weg waren sie, das angebotene schnorcheln welches dabei hätte sein sollen wurde ignoriert. war aber von unserem Hotel organisiert.

ich hab das ganze bewusst so geschrieben, damit es teilweise einen witzigen Charakter bekommt. soll ja auch unterhaltsam sein bis zum schluß sonst lest ihr ja nur stichworte :D

Deusmagnus
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Deusmagnus » 29 Jan 2017 13:46

bzgl Chance, in den nächsten jahren sicher nicht, auch wenn ich sicher bin, dass sicher nicht jedes Hotel so ist, in nächster zeit lasse ich mich auf keine Experimente ein, muss ja auch immer lang sparen für solche reisen. fakt ist aber, dass das Hotel mit seinem absolutem stümperhaften auftreten mir jede lust auf die Seychellen genommen hat.

Klara
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Klara » 29 Jan 2017 15:47

@ Deusmagnus
vielen Dank für den ausführlichen Bericht, ich liebe ja solche Hotelbeschreibugen. Ihr habt ja echt Geduld. Mir sind Aufstauen von Ärger und juristische Auseinandersetzungen ein Greul. Stinkendes Zimmer, da bin ich aber ratzfatz an der Rezeption und bitte mit freundlicher Stimme und nettem Lächeln, aber bestimmt um ein anderes Zimmer. Wenn ich ungestört in meinem Pantschpool liegen will, sage ich mit ebendiesem freundlichen Lächeln dem Zimmerservice, dass ich es sowas von super fände, wenn er während des Frühstücks vorbeikommt und ungestört saubermachen kann. Wenn ich sehe wie der Barman in einem hochpreisigen Sternehotel ansetzt einen Cocktail ohne frische Zutaten zusammenzuschütten, sage ich sofort, dass das doch wohl nicht sein könnte und wenn er es nicht aus frischen Zutaten machen kann, dann sage ich gleich, dass ich das Getränk nicht möchte. Da schaue ich gar nicht erst fassungslos zu. Mein Göttergatte zuckt dann etwa zusammen, wenn ich z. B. der berliner Kellnerin (klar keine Weingegend) gleich sage, sie wollen mir doch wohl nicht gerade einen warmen Weißwein eingießen wenn ich den Griff zur herumstehenden Flasche sehe, sie wollte, ich sagte, mag ein Fimmel von mir sein, aber Weißwein mag ich echt nur richtig kalt, da bekam ich das halbe Glas, das sie noch kalt hatte auf Kosten des Hauses und war doch richtig zufrieden. Sonst hätte ich halt Roten getrunken, aber etwas nehmen, zahlen und mich ärgern, nein Danke. Ich werde nicht pampig oder so, versuche aber, Verdruß nicht erst entstehen zu lassen und habe da ganz gute Erfahrungen mit gemacht. Erst den Reisebürofritzen anzurufen wäre mir schon zu langwierig. Ich wünsche euch viel Erfolg bei den Regressforderungen, dass würde mir sowas von stinken, den Ärger dann immer wieder hochzukochen, hoffe aber, Du hältst uns auf dem Laufenden.
LG
Klara

Deusmagnus
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Deusmagnus » 29 Jan 2017 16:11

An und für sich wurde bei vielem mängeln darauf hingewiesen, z.b. Der roomservice wurde angehalten das so zu machen aber das System hat das verhindert, denn da reinigt immer ein neuer und die reden nicht miteinander, daher null Kommunikation und was der eine richtig macht machen die anderen beiden dann falsch.

Cocktails haben wir danach ausgelassen auch das wurde reklamiert. Es war denen aber Egal.

Das Problem war erst nach der großen Reklamation wollte man sich in manchen Bereichen bemühen aber das wurde auch schnell wieder vergessen und dauernd wegen allem nachrennen und nachfragen müssen nervt und darf in der Preisklasse nicht notwendig sein.

PS. Meine Freundin ist auch so das passt schon.

Klara
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von Klara » 29 Jan 2017 16:19

Muß echt grauenvoll gewesen sein. Wenn ich in einer billigen Klitsche absteige, nehme ich das gelassen und sage ok, you get what you pay for, und ärgere mich nicht groß (als Krämerseele kann ich mich ja auch an geringen Kosten erfreuen), aber bei hohen Preisen wäre ich auch sowas von grantig und wenn man dann noch abgewimmelt wird, kann Deinen Ärger bestens verstehen und hoffe auf einen befriedigenden Ausgang der Geschichte für Dich.
LG
Klara

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SeyShelley
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Re: Sainte Anne Beachcomber Room 530

Beitrag von SeyShelley » 03 Feb 2017 04:58

Deusmagnus, das war ja wirklich eine Katastrophe... Wie Klara schrieb, wenn es denn eine billige Klitsche gewesen wäre, wäre das ja noch zu akzeptieren gewesen. Ich habe das schon mal irgendwo gelesen, dass die "abgehobenen Reichen" bereit sind, jede Menge Geld für Schund auszugeben, nur damit sie unter sich sind. :? Warum sonst sollten andere das sonst so akzeptieren? Du machst das schon ganz richtig und ich wünsche dir viel Erfolg!
Da bin ich mal wieder froh, dass wir in unserer ganz preiswerten Unterkunft uns so wohl fühlen konnten und fantastisches Essen hatten...

Das mit den Kilpas interessiert mich auch brennend. La Réunion, Haiangriffe, Analyse, Wiki: Die Ursachen für die häufigen Angriffe sind bislang noch nicht abschließend erforscht. Ein maritimes Naturschutzgebiet[12] und das damit verbundene Einschränken der Fischerei, sowie die Abnahme des Motorbootsverkehr vor der Insel hätte möglicherweise ebenfalls zu der statistischen Zunahme von Haiangriffen geführt. (...)

Vielleicht kommt das dann erst noch mit den Haiangriffen im Saint Anne Marine Park... Erst wurden sie "herangezüchtet" und dann wird ihnen das Futter des Tuna-Trawlers entzogen und dann... Unwohl wird mir bei dem Gedanken auch.

LG SeyShelley
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